Masurische Seenlandschaft

 

Masuren per Fahrrad und Schiff

Detailprogramm
1. Tag: Anreise in die Masurische Seenplatte
 

a) Per PKW nach Masuren (Stellplatz auf Anfrage).
(b) Per Linienflug nach Warschau. Um 13.50 Uhr Bustransfer vom Flughafen via Bahnhof nach Masuren (Fragen Sie uns!)
(c) Per Bahn nach Warschau. Ca. 14.30 Uhr Bustransfer via Warschauer Altstadt nach Masuren (Fragen Sie uns!).
Alle Anreisearten: Abends Tourbesprechung, Radausgabe.
Infos zur Anreise aus der Schweiz in die Masuren

2. Tag: Johannisburg - Karwik (ca. 35 Rad-km)

Niedersee ist das südliche Tor zur Masurischen Seenplatte. Von hier aus radeln Sie nach Johannisburg [Pisz]. Die Stadt gab den umliegenden Wäldern, der Johannisburger Heide, ihren Namen. Das neugotische Rathaus und renovierte Bürgerhäuser gruppieren sich um den weitläufigen Marktplatz. Ein Museum vermittelt Wissenswertes über die Natur des Waldgebiets. Sehenswert sind die Steinfrau, ein pruzzisches Götzenbildnis, und St. Johannes, die größte Fachwerkkirche Masurens. An der Schleuse von Karwik endet die heutige Radetappe. Dort startet die MS Classic Lady zu einer etwa zweistündigen Schiffsfahrt nach Nikolaiken.

3. Tag: Rhein – Wolfsschanze – Wilkasy  (ca. 50 Rad-km)

Der Tag beginnt mit einer Schiffsfahrt Richtung Rhein [Ryn]. Per Rad geht es zur ehemaligen Schäferei, ein liebenswertes Heimatmuseum, und weiter zur Wolfsschanze, wo sich die Reste des ehemaligen Führerhauptquartiers befinden. Es ist heute eine Gedenkstätte für Graf von Stauffenberg und die Wiederstandskämpfer des 20. Juli 1944.  Wer will, fährt einen kurzen Abstecher (plus 17 km) nach Rastenburg [Ketrzyn]. Sehenswert ist die Ordensburg und die Wehrkirche St. Georg, in der ein Bild aus der Schule Lukas Cranachs untergebracht ist. Durch Wiesen, Felder und einsame Dörfer geht es nach Wilkasy, wo die MS Classic Lady Sie wieder erwartet.

4. Tag: Lötzen – Goldapgar See (ca. 54 Rad-km)

Lötzen ist das Wassersportzentrum Masurens. Sehenswert sind die imposante Festung Boyen und die nach Plänen des Hofarchitekten Schinkel erbaute Kirche. Ein seltenes Technikdenkmal ist die handbetriebene Drehbrücke. Die Radtour startet vom Schiff und führt über Lötzen zum Goldapgar-See. Weiter geht die Fahrt am Seeufer entlang und dann über Possessern nach Wilkasy zum Schiff.

5. Tag: Rhein – Zondern – Nikolaiken (ca. 42 Rad-km)

Der Tag beginnt mit einer stimmungsvollen Schiffsfahrt auf der schönen „Fünf-Seen-Route“ nach Szymonka. Erste Station der Radtour ist Rhein mit seiner Ordensburg aus dem 14. Jh. Dann geht die Radtour weiter nach Zondern. In einem 200-jährigen Bauernhaus wurde ein Heimatmuseum eingerichtet. Nach dem Besuch des Museums führt der Weg am Talter Gewässer entlang nach Nikolaiken zur Anlegestelle der MS Classic Lady.

6. Tag: Nikolaiken – Popiellnen – Piaski (ca. 33 Rad-km)

Der Tag beginnt mit einem Bummel durch Nikolaiken oder einer kurzen Radtour zum Schwanenparadies am Lucknainer See. Per Fähre geht es dann nach Spirding [Wierzba]. Im nahen Popiellnen wurde eine biologische Station zur Rückzüchtung des urzeitlichen Tarpan-Pferdes eingerichtet. Auf der umliegenden Halbinsel werden die Tiere ausgewildert, so dass man in den lichten Wäldern mit etwas Glück eine kleine Herde entdeckt. Anschließend geht es an Bord der ms Classic Lady nach Piaski. Von dort startet eine Radtour nach Weisuhnen. Die hübsche Kirche von Weisuhnen ist im Stil der Ordensarchitektur errichtet, und eines der über 100 Jahre alten Holzhäuser des Dorfes blieb als Heimatstube erhalten. Über Niedersee [Ruciane Nida] geht es zur Anlegestelle in der idyllischen Bucht von Piaski.

7. Tag:  Eckertsdorf – Kruttinnen (ca. 43 Rad-km)

Die Tagesetappe verbindet Eckertsdorf  auf direktem Weg mit Kruttinnen. In Eckertsdorf [Wojnowo] liegt inmitten herrlicher Naturlandschaft das russisch-orthodoxe Kloster der Philipponen. Die sog. Altgläubigen ließen sich 1825 hier nieder. Ihre Häuser und die Holzkirche mit goldenem Zwiebelturm verweisen auf das russische Erbe der Glaubensflüchtlinge. Das ausgedehnte Waldgebiet der Johannisburger Heide wird durchzogen von einem glasklaren Flüsschen, das reich an Fischen und Krebsen ist. Eine Stocherkahnfahrt auf der Kruttinna gilt als Höhepunkt jeder Masurenreise. Ausgangsort ist das Dorf Kruttinnen, wo man u.a. auch masurische Handarbeiten, Souvenirs und Kunsthandwerk kaufen kann. Besonders reizvoll ist die Einkehr in einem Lokal mit Terrasse direkt am Fluss, wo fangfrischer Fisch serviert wird. Über Galkowo mit dem Reiterhof Gut Ferenstein und dem Forsthaus, heute ein nostalgisches Restaurant, führt die Radtour nach Piaski zum Liegeplatz der MS Classic Lady.

8. Tag: Rückreise

Individuelle Heimreise oder Verlängerungswoche im Radler-Resort „Masurische Seen“ oder Zusatznacht in Warschau, einer pulsierenden Metropole mit vielen Sehenswürdigkeiten und interessantem Kulturprogramm.

Verpflegung

Der Tag beginnt mit einem kräftigen Frühstücksbuffet. Abends erwartet Sie an Bord ein landestypisches Menü oder ein rustikales Barbecue an Land. Entlang der Radstrecke gibt es mittags preiswerte Möglichkeiten zur Einkehr.

Änderungen vorbehalten

Je nach Wasserstand in den Kanälen kann es, z.B. bei längerer Trockenheit, zur Änderung von Routen und/oder Anlegestellen kommen. Der Zuschnitt der Reise bleibt jedoch unverändert. Entsprechend der Witterung und dem Streckenzustand bleibt es uns vorbehalten, die Etappen zu ändern und der gegebenen Situation anzupassen.